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Blender 2.46 - Hollywood durch Physics Engine

  • Autor: sushi
  • Abgelegt in: Physics Engine
  • Datum: 13. Jun 2008
  • Zugriffe: 3,982

Jeder kennt die Szene aus Hollywood Filmen, in der scheinbar die Zeit still steht und die Kamera um ein Objekt dreht. Diese Szene werden wir in Blender nachbauen. Dafür benötigen wir die Blender Physik Engine und ein bisschen Einfallsreichtum.

Blender Hollywood Zeitsprung
Wir wollen mehrere Kugeln übereinander auf eine Fläche fallen lassen. Dabei sollen die Kugeln beim Fallen kurzzeitig an ihrer Stelle ausharren und die Kamera rotiert wie im Kinofilm Matrix einmal um die Kugeln.
Für unseren Untergrund nehmen wir eine „Plane“ und für unsere fallenden Kugeln nehmen wir einfache „UV Spheren“. Nach dem wir unsere „UV Sphere“ selektiert haben, wechseln wir zu den „Logic“ Buttons und aktivieren „Actor“ und bei den neu erscheinenden Buttons „Dynamic“ und „Rigid Body“.

Blender - Dynamic und Rigid Body

Jetzt duplizieren wir unsere Kugel mit „Alt+d“ und platzieren die neue Kugel etwas höher und versetzt zum Ausgangsobjekt.
Umso mehr Akteure vorhanden sind, desto imposanter wirkt die 3D Animation. Gleichzeitig benötigt man jedoch mehr Rechenzeit um die Hollywood-reife Szene zu rendern.
Jetzt kann man schon mal schauen, welches Resultat heraus kommt. Dazu drücken wir die Taste „p“.
Diese Daten verschwinden aber sobald man „Esc“ drückt und kann daher bei einer Animation nicht verwendet werden. Dafür müssen wir unter dem Punkt „Game“ die Zeile „Record Game Physics to IPO“ aktivieren.

Blender Record  Game Physics to IPO

Was ist IPO?
IPO Kurven ist die visuelle Darstellung von Keyframe-Animation. Ein Keyframe wir in Blender als IPO-Key bezeichnet.
Definiert man ein Objekt an einem bestimmten Ort im Raum zu einer bestimmten Zeit, so wird dies IPO-Key gespeichert. Wenn zwei unterschiedlich Definitionen von Ort und Zeit bei ein und demselben Objekt definiert sind, ist Blender in der Lage eine Bewegung zu erzeugen.
Nun wechseln wir in den „NLA Editor“. Die kleinen Quadrate symbolisieren jeweils einen Keyframe. Für unseren Zeitsprung selektieren wir alle Keys ab dem 80. Frame. Diese bewegen wir durch Drücken der Taste „g“ bis zum Frame 155. So schaffen wir es, das in dieser Zeit keine nennenswerte Bewegung stattfindet.

Blender NLA Editor - Keyframe

Zum Schluss müssen wir nur noch die Kamera um unsere Kugeln rotieren lassen. Eine „Bezier-Circle“ nehmen wir als Dreh und Angelpunkt. Wir selektieren zuerst die Kamera und fügen den Kreis mit „Shift und Rechtsklick“ hinzu. „STRG+P“ drücken und den ersten Punkt „Parent“ auswählen. Somit bewegt die Kamera sich immer mit dem Kreis mit. Welchen wir rotieren lassen wollen. Dazu selektieren wir ihn und gehen zum 80. Frame und drücken „i“ und wählen „Rot“ für Rotation. Im Frame 155 drehen wir den Kreis bis zum gewünschten Punkt und drücken wieder „i“ und „Rot“. So lassen wir die Kamera um die Kugeln fliegen. Durch „alt + a“ kann man die Animation überprüfen bevor man sie rendert.
Für den optischen Anreiz muss man natürlich noch das Material anpassen und hier und da kleine Details hinzufügen. Und ruck zuck habt ihr eine 3D Beispiel mit der Blender Physics Engine erstellt.

Download: Quelldatei (.blend) der 3D Hollywood-Animation und VIDEO

Wenn euch die Physics Enginge von Blender noch mehr interessiert, dann schaut doch mal bei dem PhysicsContest2007 vorbei. Dort gibt es auch Blender Scripte zum Download.

Viel Spass
Eurer Team von 3DundFilm.de


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